Halluzinationen als Sprache der Wunden
In 95% der Fälle* sind Visionen oder Erfahrungen mit dunklen Präsenzen aller Art ein Ausdruck einer eigenen Verletzung und einer Fehlinterpretation der Abspaltung des eigenen „Inneren Kindes“ oder vergleichbarer Potenziale.
Dabei kommt es vor, daß wir externe „Elemente“ eingelassen haben, wobei es sich meist um die beteiligten z.B. Täter handelt – allerdings lösen sich diese (völlig unabhängig davon, was diese in Wirklichkeit sind), mit der Annahme der Wunde und dem psychischen Heilungsprozess auf.
Zentral ist:
- Nichts und niemand hat eine Macht über uns, wenn wir dies nicht zugelassen oder eben eingelassen haben. Dies ist wie in der Mythologie, wo der Vampir zunächst eingeladen werden muss, um den Raum betreten zu können.
- Entsprechend müssen wir diese auch nur wieder ausladen, auch wenn dies ein Kraftaufwand bedeuten kann und nur wirklich funktioniert, wenn die Wunde wieder geschlossen ist, da alte unverarbeitete Verletzungen wie eine Einladung sind – aber viel mehr die Grundlage unserer eigenen Fehl-Interpretationen.
- Visionen, Stimmen, Halluzinationen, … etc. sind eben nicht irrational und damit pure Einbildungen – sondern in der Regel Ausdruck und Sprache der Wunden und Verletzungen – aber eben nicht auf der Ebene von Verstand / Ratio, sondern emotional, in Traumsprache, Symbolik und Farben, wie die tieferen Schichten unseres Bewusstseins – deutlich unterhalb der Ebene unseres logischen Verstandes.
- Diese Sprache ist höchst individuell und persönlich und daher nicht unbedingt allgemeinverständlich – sowieso handelt es sich hier um so tiefe Schichten im Bewusstsein des Einzelnen, daß wirkliches Verstehen und auch Ändern nur individuell möglich ist – was aber begleitet werden kann.
Realität?!?
Damit leugne ich das Böse in der Welt in keiner Weise!! Im Gegenteil, geht es ja um die Verarbeitung von psychologischen Verletzungen, die den Menschen meist angetan wurden. Insofern geht es sehr wohl und absolut darum, zu erkennen, was einem wirklich gut tut – und was nicht … was von den jeweiligen Wahrnehmungen wirklich und auf welche Weise zu einem selbst gehört und wo man sich womöglich etwas aus der Kindheit oder Beziehungen auflastet, das loszulassen wäre.
Wir differenzieren Gut und Böse – bewerten es aber nicht. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Das bedeutet zB. auch, daß selbst die dunkelsten Erscheinungen keine Angst auslösen müssen, wenn wir im Herzen verankert bleiben. Das bedeutet aber auch ebenso, daß wir die Fehler und Taten eines Menschen in seiner Selbstheilung nicht noch zusätzlich verurteilen. Dies kann eben auch Täter-Therapie sein. Damit relativieren wir aber auch solche Taten nicht, vor allem nicht in deren Auswirkungen und Verletzungen gegenüber anderen Menschen. Wir differenzieren, um Entscheidungen treffen zu können – wir bewerten aber nicht im Sinne von Vorurteilen, Verurteilung und zusätzlicher Beschämung.
Gleichzeitig arbeiten wir und an uns selbst – geben uns keinerlei Projektion hin und verarbeiten die jeweilige alte und meist frühe Erfahrung im hypnotischen Raum auf der Ebene unserer Körperwahrnehmung (Embodiement). Wir kehren sozusagen vor der eigenen Türe und geben ab oder zurück, was gar nicht in unserem Wirkungsradius zu lösen liegt.
Online Kongress geplant:
Informiert bleiben über den kostenfreien Newsletter: